Viola da braccio

Seit mehr als 400 Jahren bildet die Bratsche in der Familie der
Streichinstrumente die  meist eher unauffällige (ab der Romantik), aber doch für die emotionale Gesamtwirkung des Ensembleklangs so bedeutende klangliche Mitte. Vielfältig in Bauformen, Größen und interessanten Verwandten von der Viola da gamba über die Viola pomposa bis hin zur Viola d’amore, ist die Viola da braccio dem Klang der menschlichen Stimme manchmal beunruhigend ähnlich.
Wie bei anderen Streichinstrumenten wandelte sich auch die Bau- und Bogenform, und damit die Spielweise, vom Barock ins Industriezeitalter ganz beträchtlich, hauptsächlich im Interesse größerer Lautstärke. Barocke Sololiteratur für die Bratsche ist nicht leicht zu finden, denn der größte Teil der Violenliteratur wurde ursprünglich für Viola da gamba komponiert, die oft aber von den Komponisten sowohl für die Viola da gamba und ausdrücklich für die Viola da braccio vorgesehen war. Dennoch gibt doch Einiges an interessanten, klangschönen Raritäten.


Viola da braccio

 

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